Den
Harzer Sagen zufolge herrschen im Harz drei mächtige Berggeister:
· Der
Wildemann in Wildemann
· Der
Zwerg Hübich in Bad Grund
· Der
Bergmönch in Zellerfeld und Clausthal sowie in St. Andreasberg
In
vielen Harzer Sagen ist aber auch oft von kleinen Wesen die Rede.
Gemeint sind hier im wesentlichen die Zwerge und Moosweiblein.
Die Zwerge leben im Innern von Bergen, in familienähnlich gedachten
Völkern. Sie belohnen die Menschen mit reichen Schätzen, bestrafen aber
anderseits Raffgier und Neugierde. So kann es geschehen, dass der goldene
Lohn der Zwerge beim Übergang von der unterirdischen in die diesseitige
Welt zu Staub oder Kohle wird, wenn der Belohnte die Gesetze der Zwerge
missachtet.
Die Moosweiblein wohnen in kleinen Mooshütten, kleiden sich über und
über mit Moos, das sie wie ein Fell oder Decke umgibt. Die Moosweiblein
sind absonderlich liebreiche und ungemein freundliche Wesen und haben
Gänsefüße. Die größte Teilnahme zeigen sie für Fremde und Reisende (Venediger),
die sich verloren haben oder nichts zu essen bei sich tragen; mitleidig
leiten sie dieselben auf die rechte Straße und geben ihnen Wurzeln und
Kräuter zur Nahrung und Gesundheit mit.