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Das Bild von einem auf einer Wiese friedlich äsenden Bock (Rehbock) wäre zu schön, wohl auch zu leicht.

Eine "Wiese am Bocksberg" käme der Vorstellung vielleicht schon näher. Die ersten Bergleute im Harz oder Mönche mögen die Wiesen für Ihr Vieh gerodet haben - diese "Wiesen am Bocksberg" - und die dort liegenden wenigen Häuser "Bockswiese" genannt haben.

In Goethes Walpurgisnacht (Faust) tanzt ein Hexenschwarm auf Böcken, Gabeln und Besen in der Luft. In Bocksgestalt tritt der Satan, der Teufel, auf. Es erscheint sehr wohl möglich der Bocksberg in Hahnenklee-Bockswiese, eine heidnische Opferstätte gewesen ist. In älteren Schriften steht verschiedentlich Blocksberg für den Namen Bocksberg.

"Block" ist nach dem Grimmschen Wörterbuch eine Steinmasse, ein zur Absperrung dienender Klotz. Das Massiv des Bocksberges sperrt (blockiert) den Zugang nach Hahnenklee-Bockswiese.

Der Bock war den Sachsen Sinnbild des Teufels und das Reittier der Hexen, der mit dem Teufel im Bunde stehenden Frauen. Die Bockswiese wird auf einer alten Harzkarte auch die "Ziegenwiese" genannt. Da die Ziegen gleich dem Bocke den Hexen als Reittiere dienten, könnte auch hieraus der Name Bockswiese gedeutet werden.

 

    (c) 2002 by BCIM Hahnenklee / Münster