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ÎnhaltÎndex
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Um zum Hexensabbat auf den Brocken zu gelangen, müssen wir uns entweder einen Bock oder einen Besen besorgen und auf diesem dann zum Brocken durch die Luft reiten - denn dies ist eine unabdingbare Voraussetzung um an der großen Hexenfeier überhaupt teilnehmen zu können. Als wir nach rasantem Besenritt über die verschneiten Harzberge endlich nach Sonnenuntergang den Brockengipfel erreichen, da steht schon ein Hexenmeister und empfängt die Gäste, welche von allen Seiten mit Johlen, Kreischen und Pfeifen heranströmen - es kommen immer mehr und mehr. Im Nu wimmelt es auf der Kuppe nur so von Hexen. Wir fegen alle schnell den Schnee zur Seite, so dass der Sturmwind ihn aufheben und davon blasen kann. Dann brechen wir die Äste verkrüppelter Bäume, und alsbald lodert ein mächtiges Feuer auf. Am Waschbecken wird sich schnell gesäubert und die zersausten Haare werden glatt gestrichen. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo der Herr und Gebieter eintreffen wird. Wir bilden einen weiten Kreis um das flackernde Feuer und lauschen. Es wird pechdunkel und es tritt eine unheimliche Stille ein, - doch auf einmal hebt ein gewaltiges Brausen an, die Erde erzittert so als wolle Sie zerbersten, und plötzlich steht Urian mit seinen zwei Hörnern und dem Pferdefuß mitten unter uns. Er scheint mit allem wohl zufrieden zu sein, denn er besteigt sogleich seine Kanzel und redet zu der Festgesellschaft vom Hexen- und Teufelswesen im verflossenen Jahre. Dann schreitet er nach dem Hexenaltar und nimmt die feierliche Einsegnung der jungen Hexen vor. Wer sich bekränzen will - und das wollen wir alle -, braucht nur über sich zu greifen, schon hat er einen köstlichen Baldriankranz. Baldrian ist nämlich das Hexenkraut, aus welchem eine richtige Hexe sich auch ihre Hausapotheke herstellt. Inzwischen haben die Teufelsköchinnen aus Fleisch von allerlei sonderbarem Getier ein stinkendes Gericht bereitet und alle schmausen, naschen und schmatzen und schlurfen dazu aus hohlen Schädeln den Trank, den der Hexenbrunnen am Hang spendet. Dann ergreifen einige Hexenmeister ihre Musikinstrumente, allerlei Knochen und Schädel, und liefern eine grausige, wilde Musik. Selbst Satan geigt mit einem Knochen auf einem Pferdeschädel. Um ihn herum tanzen und springen fackelschwingend die Hexen und Zauberer. Doch bald wirft er seine Fiedel zur Seite und mischt sich selbst unter die Tänzer. So geht dieses wüste Treiben und Gelage bis zum Morgengrauen. Beim ersten Morgengrauen sind wir jedoch alle vom Brocken verschwunden, das Feuer ist erloschen, der scharfe Frühwind bläst die Asche auseinander und mit den ersten Sonnenstrahlen verschwinden auch die umherliegenden Überreste wie Kleiderfetzen, Speisereste, Knochen usw. des Festes, so dass das Naturbild wieder hergestellt ist.
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