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ÎnhaltÎndex LexÎkon:
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Daß sich der Walpurgisbrauch entwickelt hat, in dieser Nacht ein mehr oder weniger ausgelassenes Fest zu feiern, daran ist sicher auch Goethe Schuld. Sein Faust wird von Mephisto auf den Brocken zur Walpurgisnacht geführt, damit er sein Gretchen bei seichter Unterhaltung vergißt, das er im Jammer verließ. "Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt; nun sage mir, wo es was Besseres gibt?", fragt Mephisto. Und Faust sagt zweideutig, mit einer hübschen Frau tanzend: "Einst hatt' ich einen schönen Traum, da sah ich einen Apfelbaum, zwei schöne Äpfel glänzten dran, sie reizten mich, ich stieg hinan." Darauf erwiderte die Schöne: "Der Äpfelchen begehrt Ihr sehr und schon vom Paradiese her. Von Freuden fühl' ich mich bewegt, daß auch mein Garten solche trägt." Das ansonsten so lebensbedrohende Element der bösen Hexe, des bösen Teufels ist hier nicht mehr zu spüren, es wird in den Hintergrund gedrängt. Es ist deshalb sicherlich auch nicht zu hoch gegriffen, wenn man deshalb Goethe, seinen Faust und seine Walpurgis nacht als Ursprung der heutigen Walpurgisfeiern betrachtet.
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