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Die Hexe ist im Volksglauben eine zauberkundige Frau, die über »okkulte« Kräfte verfügen soll. Sie nimmt an dem Hexen-Sabbat auf dem Blocksberg teil.

Die Kunst der Hexe soll am wirksamsten sein in der Walpurgis-, Oster- und Johannisnacht, in den Zwölfnächten, am Georgs- und Andreastag. Gegen Ende des Mittelalters steigerte sich der Hexen-Glaube zum Hexen-Wahn.

Kirchliche und staatliche Gesetzgebung führten besonders im 14. bis 17. Jahrhundert zu ausgedehnten Hexen-Verfolgungen (nur vereinzelt Einspruch, so durch C. Thomasius) und zahlreichen Hexen-Prozessen. Die oft durch Folter zum Geständnis gezwungenen und als Hexen verurteilten Frauen wurden verbrannt (letztmals 1782 in der Schweiz).

Um 1480 waren mit dem Begriff Hexe dann neben Pakt und Buhlschaft mit dem Teufel auch Vorstellungen über Ketzerei, d.h. Kult fremder Gottheiten, Schadenszauber und Flug durch die Luft sowie Tierverwandlung verbunden, wobei die beiden ersten Vorstellungen dem mittelalterlichen, kirchlichen Glauben entstammten, die letzten beiden dem uralten Volksglauben.

Der Glaube an Tierverwandlungen geht auf das Maskentragen zu Kultzwecken zurück. Nach Luther sind Hexen “die bloßen [bösen] Teufelshuren....., die Kind ynn der Wigen marttern, die ehlich Gliedmaß bezaubern unnd desgleychen”.

Es gab auch männliche Hexen, sogen. Hexenmeister. Auch diese übten die Bosheitszauber aus und zwar gesteigert bis zur höchsten Stufe raffinierter diabolischer Freveltat. Die Zaubermacht nahm bei ihnen eine mehr kunstreiche, wissenschaftliche Gestalt an und die betreffenden Beschwörungsformeln und Veranstaltungen waren in Büchern niedergeschrieben.

Bei den Hexenmeistern trat auch der wirkliche Kontakt mit dem Teufel ein, das Bündnis wurde durch Unterschrift mit dem Eigenen Blut unterschrieben, (vergl. Dr. Faustus)

Original auf http://www.hexenverbrennung.de/Begriffe/begriffe.html

 

 

 

 

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